Angesichts des Risikos eines Überschwappens der Griechenland-Krise auf andere Länder der Eurozone forderten die sozialdemokratischen EU-Abgeordneten die Staats- und Regierungschefs der EU auf, rasch einen Stabilitätsmechanismus einzurichten.
„Wir müssen der aggressiven Haltung der Spekulanten Einhalt gebieten, zugleich aber anerkennen, dass wir eine Währungsunion konstruiert haben, die in Krisenzeiten unzulänglich ist. Es ist höchste Zeit, dass der Europäische Rat einem finanziellen Stabilitätsmechanismus zustimmt, wie ihn die sozialdemokratischen Regierungs- und Parteichefs im März vorgeschlagen haben“, erklärte Maria Badia, Vizevorsitzende der S&D Fraktion, anlässlich einer Aussprache über Griechenland im Europäischen Parlament in Brüssel.
Die sozialdemokratischen EU-Abgeordneten beklagten die viel zu langsame Reaktion Europas auf die Spekulationen gegen Griechenland.
Die S&D Fraktion sprach sich für eine stärkere wirtschaftliche Steuerung der Eurozone aus, die sie für „gegenwärtig unausweichlich“ hält.
„Wir erwarten, dass die Europäische Kommission rasch mutige Vorschläge zur Koordinierung unserer Wirtschaftspolitiken vorlegt. Vorschläge, die über die rein repressive Logik hinausgehen, die sie bisher an den Tag gelegt hat“, betonte Maria Badia.
Sie forderte zudem die Einführung einer Steuer auf Finanzgeschäfte, „damit die Finanzwelt einen Beitrag zu den Bemühungen um eine Wiederbelebung der europäischen Wirtschaft leistet“.
Die europäischen Sozialdemokraten riefen die EU-Mitgliedsstaaten auf, ihre „nationalen Egoismen zu überwinden“.
„Die aktuelle Krise ist eine Feuerprobe für die europäische Solidarität“, sagte die Europaabgeordnete.
„Sollte Europa an diesen Herausforderungen scheitern, ebnen wir damit den Weg für weitere, möglicherweise noch schwerere Krisen“, schloss Badia.
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Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten
Maria Badia i Cutchet - Crisis Grecia. Intervención pleno. 5 mayo 2010
Eurozone crisis : We don't need to react but to work together

‚Die aktuelle Krise ist eine Feuerprobe für die europäische Solidarität‘, sagte die Europaabgeordnete Maria Badia. ‚Sollte Europa an diesen Herausforderungen scheitern, ebnen wir damit den Weg für weitere, möglicherweise noch schwerere Krisen.‘

















